Oneliners for a menu, coffeeshop ana y otto in Berlin Friedrichshain
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20121119
stigma
I just helped Stephanie Baumgärtner with the first issue of her magazine "Stigma" about tattoo art and fashion. The magazine was her final work for the Bachelor degree.
Die Hülle
Er muss es beenden. Aufhören, dieses Spiel zu spielen, ihm jeden Tag ein neues Kostüm zu nähen.
Eine zweite Haut, in die er jeder Zeit schlüpfen kann. Dann und wann er sie braucht. Jemand sein, der er nicht ist, aber träumt zu sein. Sonst wird am Ende nichts von ihm übrig bleiben. Da sitzt er. In seiner Wohnung, seinem Zimmer, seinem Bett und weiß nicht mehr wohin. Was tun, was denken, was fühlen? Kalte Finger berühren die leere Haut. Nach Tod fühlt sie sich an. Kalt, leer, irgendwie fremd. Ist sie tatsächliche Seine? Die Tür ist zu, das Spiel ist aus. Niemand sieht ihn. Jetzt kann er sie fallen lassen, seine alte Haut, die er sich übergezogen hat, um jemand anderes zu sein. So lange hat er doch an ihr gefeilt, sie liebevoll verziert und mit Mühe kreiirt. Der Riss wird immer größer. Zuerst lösen sich trockene Fetzen von seiner Stirn, auf der eben noch Perfektion stand. Dann kann er allmählich den aufhaltsamen Juckreiz am ganzen Körper spüren. Die Haut löst sich, die Maske fällt. Er wollte größer sein, klüger, schöner, erfolgreicher. Besser. Auf seinem Nachttisch stapelte sich Literatur von großen Männern, dessen Namen ihm Respekt verschaffen. Er sollte sie gelesen haben. An seiner Wand hängen Bilder von schönen Menschen, dessen Schönheit ihm Angst einflößten. Er sollte sie gekannt haben. Schweißperlen rinnen von seiner hautlosen Stirn. Er sollte erstklassig sein. Sie hätten sonst womöglich denken können, er sei gewöhnlich. Halte fest an deiner Haut, die dir die Luft zum Atmen nimmt. Früher oder später wird sich die Schlange häuten. Kunst ist das, was zählt. Kunst ist, was man von ihm erwartet. Sei interessiert, sei wissend, sei individuell. Schmücke dich mit Wissen, mit Oberflächligkeit und Sätzen, die nicht du erdacht hast, sondern sie. Die Menschen, die so sind, wie du gern wärst. Bau dir ein Gerüst aus all den Bildern großer Männer und stell es unter deine Füsse, damit du größer erscheinst. Sehe dir Kunst an, die niemand kennt oder jeder, der viel weiß. Höre nicht auf dich, lass dich nicht berieseln von Schönheit ohne Sinn. Spürst du dann das leise Bröckeln der Fassade? Die Farbe verblasst. Aus rosa wird weiß. Die Haut stirbt. Jetzt liegt er zuhause, vollkommen nackt. Ohne Schutz, ohne Hülle, ohne Haut. Jetzt fragt er sich, wer er doch wirklich ist. Wer er wäre, wenn sie nicht wären. Was bleibt von ihm übrig? Er starrt an die Wand und versucht sich selbst zuzuhören, in der Stille sich zu finden. Sein Ich ist irgendwo verloren gegangen zwischen Realität und Utopie, zwischen Angst und Verdrängung. Und da sitzt er, während die weiße Tapete beginnt, ihn zu zerquetschen. Er muss weg. Zeit für eine Veränderung. Zeit für etwas Mut. Zeit sich eine dickere Haut zuzulegen, die er Seine nennen kann. Steh auf! Schüttel dich, bis sich auch der letzte Rest gelöst hat. Schneide sie ab, die Fäden, die dich zur Marionette machen. Blicke in den Spiegel und schau dich an. Hat doch in den letzten Jahren die Maske den Blick getrübt. Dann beginnt sie langsam nachzuwachsen, die Haut. Adern füllen sich voll Leben. Die Wunden schließen sich. Aus weiß wird rosa. Aus Tod Leben. Doch wen er da im Spiegel sieht, erkennt er nicht. Wer ist dieser Mann ohne Gesicht? Plötzlich stehen keine Worte mehr auf seiner Stirn. Und niemand wird kommen, der sie für ihn schreibt. Die Haut ist leer. Er muss sie selbst beschriften. Die Nadel in die Tinte tauchen, seine eigenen Worte finden.
Wieder Ich sein.
Hänschen Klein
I tried to translate it to today, the year 2011, in a large town. Hänschen is annoyed by his mom, he wants to break out. But 'cause he was a bird in a gilded cage, he can't handle the world outside...and fails. I'm sure this story isn't outdated. I'm sure, that there are still enough parents, who won't see their children become adult.
Thanks to Prof. Klaus Baumgart and Gisela Matthes for their support.
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| hänschen klein |
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| ging |
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| allein |
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| in die weite welt hinein |
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| stock und hut |
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| steh'n ihm gut |
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| ist ja wohl gemut. aber |
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| mutter weinet sehr, hat ja nun kein hänschen mehr. |
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| da besinnt sich das kind |
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| läuft nach haus geschwind. |
20111019
Muttertiere
@taz-Artikel von Anja Maier: "Caféhauschefin über Macciatomütter"
Soundtrack: Flight Facilities - Crave me
20111015
20110927
c.f.f.
Illustration made for the catalogue of the International Comedy Film Festival (07.- 14.12.) in Berlin. I just tried to be funny, and finally I had to laugh while I was thinking about a cyborg of Frida Kahlo and Bert. Thanks to Ole A. Truderung for let me being part of this!
Soundtrack: Sesamstrasse - Ernies Quietscheentchenlied
20110517
work in progress..
Once again the fairytale issue... Looking forward to the printed result!
Soundtrack: Amadou & Mariam - Je pense a toi (Henrik Schwarz RMX)
Soundtrack: Amadou & Mariam - Je pense a toi (Henrik Schwarz RMX)
20110406
mustache love
A few weeks ago, I found this article about mustaches and made some illus. By the way, mustaches are something very lovely.
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Comeback für echte Kerle!
Ja, jetzt ist es so weit. Das, was ich bin, ist nicht mehr gut genug. Ich werde zum Auslaufmodell. Sei einfach du selbst? Nein, besser das Gegenteil.
Ich habe jahrelang versucht, nicht erwachsen zu werden. So wie diese Male-Models auf den Laufstegen oder Stilvorbilder aus den angesagten TV-Shows. Immer glatt, immer jugendlich, immer hip, ja fast schon androgyn. Schließlich sieht so der Mann von heute aus. Aber das war gestern. Ich habe jeden Morgen gegen meinen Bartwuchs gekämpft und muss nn erschrocken feststellen, disen Krieg gewonnen zu haben.
"Gesichtsbehaarung ist ein Antörner" erklärt US-Schauspielerin Chloe Sevigny im US-amerikanischen Playboy. Mein Gesichtsflaum gehört wohl eher nicht dazu. Auch die Laufstege werden wieder wilder. Jüngst marschierte David Gandy für Dolce&Gabbana durch Mailand. Gandy war einer der Bestbezahltesten seines Fachs, als Männermodels noch richtige Männer darstellten. Lange her und lange überwunden. Dachte ich. Die Meinungsmacher, vornehmlich aus der Modeindustrie, haben aber entschieden, das neue alte Bild vom kernigen Holzfäller erneut zum Schönheitsideal auszurufen. Und das wird wohl früher oder später auf unsere Generation zurückfallen. Echte Kerle sollen wir wieder sein. Groß, stark, schmutzig und bestimmend. Während die äußeren Merkmale vielleicht von einigen relativ schnell wieder hergestellt werden können, ist letzteres ein wirkliches Problem. Da auch die Evolution in der rasanten Medienwelt scheinbar einen Gang hochgeschaltet hat, sind wir zu weichen, entscheidungslosen Hipster-Bübchen geworden. Es wird Generationen dauern, diesen genetischen Schaden zu beheben und wieder zum Mann zu werden.
Da hilft wahrscheinlich nur eins: die Radikalkur. Rasierer und Pinzette in den Müll, die kleine Hantelbank von früher wieder vom Speicher holen, neue Klamotten kaufen und Mamas Mascara im Schrank wegschließen - oder direkt ausziehen? Ne, ganz so radikal dann lieber doch nicht. Ich repariere jetzt erst einmal die lockere Schranktür in meinem Kinderzimmer. Wie ein richtiger Kerl das macht.
soundtrack: dj koze - chiminea
20110327
20110301
The minister has spoken.
My personal statement about the current political affairs in good old Germany. This man just lives up to his promises... In a very daft way.
soundtrack: rjd2 - ghostwriter
20110222
L'été à Paris, chouette.
How is it like to live in Paris instead of staying there as a tourist? I just made a stab at it last summer (you remember?) and here, voilà, my impressions of living in the capital of France.
The Praktica was my fast friend each and every day...
The Praktica was my fast friend each and every day...
soundtrack: touchy mob - seven hills
20110215
excessive demand of typography.
20110119
The shoe box is my camera.
20110103
new coat for an old lady.
20101230
little red riding hood.
This fairytale is quite famous. But did you ever thought about a modern meaning of it? Once it was a story told by women...for other women. The red hood was a sign of adolescence, the granny is a metaphor for the female self-determination, the wolf is represented in the guy, the stones in his stomach can be interpreted as a remorse...and so on. Finally a very complex story, I got this a few days before Christmas in a semiotics lecture at the university (thanks Mr. S., your lectures are more exciting than each damn movie!) and was so fascinated by this interpretation, that I HAD to made some graphics!
20101215
f-f-farrago
I still found an old work of mine, last year I created this postcard I guess.
You know this? Your head turns out so much chaos, a real farrago, but this is the beginning of creating something very beautiful. But finally, the best things are those, which seemed to be almost impossible... Isn't it?
You know this? Your head turns out so much chaos, a real farrago, but this is the beginning of creating something very beautiful. But finally, the best things are those, which seemed to be almost impossible... Isn't it?
soundtrack: caribou - jamelia
20101114
20101108
Another brick, you know.
Sketch for my whitest wall. I had the idea to create a giant collage...We'll see if I'll have the condition to hang in there!
20100510
spark of summer.
Probably, I was quite productive this weekend. There was a spark of summer yesterday, when I sat in my car driving in a southward direction.
20100508
My personal attempt to escape. [pencil, photoshop]
Girls and boys, it's time to break out. Out of what? Please...make an educated guess. Look out of the window, I'm sick of rain and cold weather!
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